-
Eure All-Time Favourites
Neue Audio-Spotlight-Technik beschallt nur mich, sonst niemanden

Bildquelle: holosonics.com
Eine neue Technik vom berühmten Massachusetts Institute of Technology, kurz MIT, wird es in Zukunft ermöglichen Personen direkt zu beschallen, ohne dass andere mithören können. “Das Audio-Spotlight ist eine neue Technik, die Töne ähnlich wie ein konzentrierter Lichststrahl überträgt”, beschreibt Joe Pompeii die neue Art des Soundgenusses. Das Ganze ist so strange, dass man es kaum glauben mag. Die Lautsprecher des Audio-Spotlight werden direkt auf eine Person gerichtet, die alles wunderbar hört. Steht man nur wenig entfernt vom “Klangkegel”, hört man überhaupt nichts mehr.
Das Ganze funktioniert mit Ultraschall. Und wer von euch im Biounterricht aufgepasst hat weiß, dass Menschen Ultraschall eigentlich nicht hören können. Joe vom MIT meint dazu: “Eigentlich können wir Ultraschall nicht hören, da die Frequenz für unsere Ohren zu hoch ist. Wir machen uns aber eine ungewöhnliche Eigenschaft der Luft zu Nutze: ihre Nicht-Linearität. Sie erst erzeugt aus dem dem Ultraschall etwas Hörbares. Der Schall, den sie hören, kommt also nicht vom Lautsprecher, sondern wird von der Luft selbst erzeugt.” Der Ton wird also erst am Ohr erzeugt.

Bildquelle: holosonics.com
Doch wofür braucht man das? Ganz einfach: für Werbung zum Beispiel. Ein Immobilienanbieter in den USA hat vor seinem leerstehenden Haus eine gelb markierte Fläche in der Interessierte Informationen zum Gebäude via Audio-Spotlight erfahren können. Die Nachbarn direkt daneben hören gar nichts davon. Ein Kinderfriseursalon, ebenfalls in den USA, hat über jedem Stuhl einen Audio-Spotlight, der nur die Kiddies beschallt. Vom nervigen Lärm aus der Konsole davor hören weder die wartenden Eltern, noch die Friseure etwas. Etwas spooky finde ich das schon.
Aber wie bei jeder neuen Technik gibt es auch hier wieder Spielverderber, die den Fortschritt mit allen Mitteln bekämpfen und stets den Wandel fürchten. Medienkritiker Mark Blankenship hat die Befürchtung, dass er auf dem Weg zur Arbeit gezielt mit Werbung bombadiert wird. ”Seit ich weiß, dass es diese Technologie gibt, habe ich einen Alptraum. Darin gehe ich die 150 Schritte von meinem Haus zur U-Bahn und laufe in 150 verschiedene Audio-Werbespots hinein, die genau auf mich gerichtet sind. Eine Art akustischer Spießrutenlauf, den ich weder kommen sehe noch irgendwie kontrollieren kann. Das würde mich wahnsinnig machen.”
Ok, da hat er nicht so ganz Unrecht.
(via)

Sehr geile Technik! Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir in Deutschland solche Teile dann überall benutzen dürfen und man dann 150 verschiedene Werbespots hört, wenn man durch die Stadt läuft. Da würde bestimmt ein Gesetz so etwas verbieten.. für bestimmte Zwecke ist es aber echt geil!
Oder für den Nachbarschaftskrieg, sodass der doch ganz nette herr Meier von nebenan den man ja eigentlich doch ganz gern mag nicht mitbekommt, was mit unserm armen Max Mustermann nun abends nachm Sandmann geschieht ^^
Mich würde mal interessieren, für was eine Reichweite das ganze hat. Mir würde da schon das ein oder andere Späßchen einfallen… Thema “Basis Demokratie”: Mit Hilfe dieser netten Technik könnte man Angela Merkel mal direkt sagen, was los ist (den Strahl schön auf die Glasfassade des Bundeskanzleramt richten und ab gehts).